Presseerklärung der SPD Loxstedt vom 12. Dezember 2008
SPD-Fraktion stellt Antrag zum Thema “Wohnen im Alter“
Als Ergebnis aus Diskussionen mit den Mitgliedern im Ortsverein beantragt die SPD-Fraktion im Gemeinderat Loxstedt bei der Gemeindeverwaltung, Szenarien zur Verbesserung der Wohnsituation im Alter zu entwickeln.
Da es ein Wunsch der überwiegenden Zahl älterer Menschen ist, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung mit den gewachsenen sozialen Kontakten zu leben und die bisherige Wohnung den besonderen Bedürfnissen des Alters nicht gerecht wird, müssen die Wohnbedingungen durch gezielte Anpassungs- bzw. Neubaumaßnahmen verbessert werden.
Weil das Hilfepotential innerhalb der Familien in den nächsten Jahren weiter abnehmen wird, ist die Einbindung in erweiterte soziale Netzwerke, z. B. des Freundes- und Bekanntenkreises, der Nachbarschaft oder von Selbsthilfegruppen/-vereinigungen immer wichtiger.
Eine wichtige Voraussetzung für die Wohnqualität, aber auch für Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe im Alter, sind darüber hinaus vielfältige und in ihren unterschiedlichen Funktionen gemischte Quartierstrukturen. Dazu zählen insbesondere private und öffentliche Dienstleistungsangebote wie wohnungsnahe Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Betreuung, Pflegedienste, der öffentliche Nahverkehr, Freizeit- und Kultureinrichtungen.
Deshalb wird die Gemeindeverwaltung gebeten, dem Rat zu berichten, welche Maßnahmen, Konzepte und Strategien gemeinsam mit den angrenzenden Kommunen und dem Landkreis entwickelt werden, um die soziale lnfrastruktur angesichts des demographischen Wandels zukunftsfähig gestalten zu können; dazu zählen auch die gezielte Beratung älterer Menschen, praktische Hilfestellungen und die Bedarfserkennung.
Hierzu ist speziell zu klären:
1.
wie das altersgerechte, barrierefreie Wohnen mit Service und in Wohngemeinschaften für ältere Menschen oder auch generationsübergreifend, entwickelt oder gefördert werden kann,
2.
mit welchen Maßnahmen der steigenden Nachfrage nach altengerechtem, bezahlbarem Wohnraum nachgekommen werden kann,
3.
wie bestehendes Wohneigentum bis ins hohe Alter möglichst mit entsprechenden Nahversorgungsstrukturen lange genutzt werden kann,
4.
wie die Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen und der lokalen Wirtschaft sich in diesem Zusammenhang darstellt.
Wolfgang Wetjen